Mücken, haben mehr als eine Wahrnehmung
Manche Menschen werden von Mücken häufiger gestochen, weil sie für die Tiere leichter zu finden sind. Dabei spielen vor allem Körpergeruch, Schweiss, ausgeatmetes CO₂, Wärme und die Hautbakterien eine Rolle. Kurz gesagt: Mücken „mögen“ nicht alle Menschen gleich.
Der Teufel lässt sich am besten mit der Geduld schlagen, denn er hat keine.
Wie Mücken Menschen finden
Mücken orientieren sich zuerst am CO₂ in der Atemluft. Wer mehr davon ausatmet, wird leichter entdeckt, etwa durch körperliche Aktivität, grössere Körpermasse oder Schwangerschaft.
Anschliessend spielt der individuelle Hautgeruch eine wichtige Rolle. Dieser entsteht unter anderem durch Hautbakterien, die Bestandteile von Schweiss und Hauttalg abbauen. Besonders bestimmte Carbonsäuren auf der Haut scheinen Mücken anzuziehen. Auch Wärme und Schweiss machen Menschen auffälliger, da Mücken auf beides reagieren.
Weitere Einflüsse
Alkohol, vor allem Bier, wird in einigen Studien mit einer höheren Mückenanziehung in Verbindung gebracht. Auch genetische Faktoren können beeinflussen, wie ein Mensch riecht und wie attraktiv er für Mücken ist. Da die Hautflora individuell verschieden ist, riechen Menschen für Mücken nicht gleich.
Prävention im Alltag
- Mückenschutzmittel verwenden.
- Haut möglichst bedecken.
- Nach dem Schwitzen duschen.
- Stehendes Wasser in der Nähe vermeiden.
Am wirksamsten ist eine Kombination mehrerer Massnahmen: Repellents mit DEET oder Icaridin, dazu helle, lange Kleidung, Fliegengitter und das Vermeiden von Brutplätzen.
Perspektive für die Prävention
Wenn sich die relevanten Bakterien und Moleküle identifizieren lassen, könnten daraus neue Repellents entstehen. Auch eine gezielte Beeinflussung des Hautmikrobioms wäre denkbar. Ziel wäre es, lockende Geruchssignale zu reduzieren und abschreckende Substanzen zu fördern.
Eine gewisse Mass an Dunkelheit ist nötig, um die Sterne zu sehen.