Herzinfarkte und Hirnschläge

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    Juni 19, 2019

    Man weiss heute, dass eine psychische Belastung ebenso ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten ist wie das Rauchen, schlechte Cholesterinwerte, Diabetes, Übergewicht, genetische Faktoren oder hoher Blutdruck. Umgekehrt lösen Herzkrankheiten oft Angststörungen und Depressionen aus, die wiederum die Gesundheit belasten. Ein plötzlicher Herzinfarkt hat nicht nur körperliche, sondern auch psychische Ursachen. Die meisten Herzinfarkte sind auf unseren Lebensstil zurückzuführen. Einer von wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkte […]

Bahnhof-Praxis Winterthur | Herzinfarkte und Hirnschläge Archive - Bahnhof-Praxis Winterthur
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Liebe Patientinnen, liebe Patienten

Aufgrund der ausserordentlichen Lage bitten wir Sie, bis auf weiteres ohne Begleitpersonen zu Ihren Konsultationen zu kommen und Ihre eigene Maske mitzubringen. Wir arbeiten in der Praxis nur mit Masken.

Falls Sie Anzeichen einer Atemwegsinfektion wie Schnupfen, Husten und/oder Fieber haben, klingeln Sie bitte an der Praxistür und warten bis Sie abgeholt werden. Sie erhalten dann eine Maske, falls nicht schon vorhanden. Weiter werden die notwendigen hygienischen Massnahmen getroffen.

Weiter sind Notfalltermine im Moment nur nach telefonischer Voranmeldung möglich.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen für eine telefonische Beratung jederzeit zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Corona-Infektion finden Sie auch unter www.bag.admin.ch

Mit bestem Dank für Ihre Unterstützung und freundlichen Grüssen

Bahnhof-Praxis Team

Das Herz, mehr als eine Pumpe

Man weiss heute, dass eine psychische Belastung ebenso ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten ist wie das Rauchen, schlechte Cholesterinwerte, Diabetes, Übergewicht, genetische Faktoren oder hoher Blutdruck.

Umgekehrt lösen Herzkrankheiten oft Angststörungen und Depressionen aus, die wiederum die Gesundheit belasten.

Ein plötzlicher Herzinfarkt hat nicht nur körperliche, sondern auch psychische Ursachen.

Die meisten Herzinfarkte sind auf unseren Lebensstil zurückzuführen. Einer von wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkte ist der «psychosoziale Stress». Dieser umfasst zwei Ebenen.

Psychische Faktoren

Soziale Faktoren

Selbstverständlich empfinden wir solche Belastungen je nach unserer Anlage, Persönlichkeit, Lebenssituationen und vorhandenen Krankheiten oder Ressourcen unterschiedlich. Einige Personen sind deshalb anfälliger als andere.

Die Frage stellt sich, warum chronischer Stress schlecht für das Herz ist.

→ In Stresssituationen schüttelt der Körper Stresshormone aus. Herzfrequenz (Puls) und Blutdruck schiessen in die Höhe, die Atmung sowie der Stoffwechsel werden intensiviert. Diese Notfallreaktionen schaffen die körperlichen Voraussetzungen für Flucht bzw. Angriff oder erlauben uns eine bessere Konzentration auf eine besondere Aufgabe.

→ Folgt aber danach keine Entspannungs- und Erholungsphase, besteht die Gefahr, dass sich der Körper auf einem hohen Spannungszustand einpendelt und Schaden nimmt.

Menschen mit übermässigem Stress, Ängsten und Depressionen haben ein erhöhtes Risiko für hohen Blutdruck, eine koronare Herzkrankheit oder einen Herzinfarkt, und sie erleiden auch öfter einen Hirnschlag als Personen ohne diese Belastung.

Die meisten Herzinfarkte und Hirnschläge werden durch krankhafte Veränderungen und Verengungen in den Arterien verursacht. Also in jenen Blutgefässen, die das Herz und das Hirn mit Blut und Sauerstoff versorgen. Diese Grundkrankheit heisst Arteriosklerose (oder Atherosklerose).

Genauso wie übermässiger Stress, Depressionen und Ängste eine Herz-Kreislauf-Erkrankung auslösen können, gibt es umgekehrt auch viele Betroffene, die erst als Folge einer Erkrankung, z.B. nach einem Herzinfarkt oder einer Herzoperation, unter solchen psychischen Störungen (vor allem Angst) zu leiden beginnen.

Solche Reaktionen sind häufig und müssen angesprochen und angegangen werden, damit eine Negativspirale verhindert und in eine positive Richtung gelenkt werden kann. So können Herz und Psyche miteinander in Einklang kommen und harmonisch aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten.

> Ganz nach dem Motto: Unter Druck können aus Kohle Diamanten entstehen.

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Der Entscheid für die Behandlung einer Hypertonie (hohe Blutdruck) ist oft gar nicht so einfach zu fällen, denn die Guidelines geben nicht nur unterschiedliche Schwellenwerte an (>140/90 mmHg resp. >130/80 mmHg), sondern auch zwei unterschiedliche Messwerte.

Doch spielt es für das kardiovaskuläre Risiko eine Rolle, ob der systolische (obere) oder der diastolische (untere) Wert erhöht ist, oder beide? Welcher Messwert ist wichtiger?

Mittlerweile weiss man, dass sowohl eine systolische als auch eine diastolische Hypertonie unabhängig voneinandere negative Auswirkungen auf Ereignisse wie Herzinfarkt und Hirnschlag haben.

Höhere diastolische Werte treten eher bei jüngeren Personen auf, höhere systolische Werte häufiger bei Älteren. Ab einem Alter von 50 Jahren spielen die diastolischen Werte eine untergeordnete Rolle, denn bei älteren Personen erlaubt der systolische Wert einer verlässliche Aussage zum kardiovaskulären Risiko.

Zudem ist die Blutdruckamplitude zu beachten: Je stärker der Druckunterschied zwischen diastolischem und systolischem Wert, ums höher die Belastung der Blutgefässe.

Wussten noch?

Deshalb sind regelmässige Kontrollmessungen insbesondere bei Personen mit Weisskittel-Hypertonie erforderlich.

 

"Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn mann es teilt" (Albert Schweizer)