Kurkuma, mehr als ein Gewürz

November 9, 2020

Die Gelbwurzel Kurkuma (Curcuma longa L.) aus der Familie der Ingwergewächse ist nicht nur ein zentraler (farbgebender) Bestandteil des indischen Currys, sondern ist auch Bestandteil der traditionellen asiatischen und indischen Medizin.

Die Kurkumawurzel enthält verschiedene Substanzen wie Curcuminoide, Kurkumaöl, Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Wasser, Mineralstoffe sowie Vitamine. Das Kurkumaöl enthält viele Bestandteile wie z.B. ar-Turmeron, -Elemen, -Germacron) welche biologisch wirksam sind. Sie weisen zudem eine Antitumoraktiviät auf.

Die antientzündliche Wirkung von Kurkuma konnte offensichtlich bei diversen chronischen Erkrankungen nachgewiesen werden, so in der Reduktion proinflammatorischer Transkriptionsfaktoren. Die Reduktion der systemischen niederschwelligen Entzündung ist ein gewünschtes Ziel von Anti-Aging-Strategien.

Weiter wird Kurkuma (als Wirkstoff Curcumin) bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie z.B. Rheuma, entzündlichen Darmerkrankungen oder Psoriasis (Schuppenflechte) eingesetzt.

Curcumin verbessert offensichtlich einige Komponente des metabolischen Syndroms inklusive Diabetes und Fettleber. Der positive Effekt von Curcumin auf den Stoffwechsel lässt sich möglicherweise durch Beeinflussung des Leberstoffwechsels erklären.

Bei Depressionen, aber auch bei Demenz scheinen Entzündungsreaktionen eine Rolle zu spielen. Es konnte nachgewiesen werden, dass Curcumin depressive und Angst-Symptome reduziert. Des Weiteren scheint Curcumin den BDFN (Brain-derived neurotrophic factor) – Serumspiegel zu erhöhen und neurotoxische Schäden, die bei einer Alzheimererkrankung auftreten, abmildern zu können.

Curcumin hilft bei oxidativem Stress. Auch bei der Entstehung des Muskelkaters spielen oxidativer Stress und Entzündungsreaktionen eine Rolle.

Entzündungsprozesse spielen bei zahlreichen «Zivilisationserkrankungen» eine Rolle. Der Einsatz von natürlichen Produkten wie Kurkuma, welche antientzündlich wirken, ist einfach, günstig und sinnvoll.