planen

  •  
    November 24, 2018

    In diesem Bild zwischen den verschiedenen blauen Linien sehen einige Leute ein durchgehendes Rohr, das in die transversale Richtung bzw. in die Tiefe geht. Das Rohr darf nicht verstopft werden. Was hineingeht, soll auch wieder herauskommen. Es muss zirkulieren und fliessen können. So entsteht kein Stau. Genau wie bei den Gedanken im Hirn. Damit die Gedanken nicht stehen bleiben und die Person ins […]

Bahnhof-Praxis Winterthur | planen Archive - Bahnhof-Praxis Winterthur
class="archive tag tag-planen tag-50 samba_theme samba_left_nav samba_left_align samba_responsive wpb-js-composer js-comp-ver-4.12 vc_responsive"

Die Goldene Mitte und die Umgebung: Ich und meine Umwelt

[vc_column width="1/4"]GMitte[vc_column width="3/4"]

In diesem Bild zwischen den verschiedenen blauen Linien sehen einige Leute ein durchgehendes Rohr, das in die transversale Richtung bzw. in die Tiefe geht.

Das Rohr darf nicht verstopft werden. Was hineingeht, soll auch wieder herauskommen. Es muss zirkulieren und fliessen können. So entsteht kein Stau.

Genau wie bei den Gedanken im Hirn. Damit die Gedanken nicht stehen bleiben und die Person ins Grübeln oder Hadern kommt, müssen die bestehenden Gedanken durch neue ersetzt oder zum Fliessen gebracht werden. Das kann z.B. mit neuen Aktivitäten oder Hobbies realisiert und gefördert werden.

Wie kann ich nun konkret meine Gedanken "zum fliessen" lassen?

  1. Akzeptanz der Umweltreize und -einflüsse (blaue Linien). Dynamischer Prozess. Es gibt immer wieder.
  2. Erkennen der goldenen Mitte, der eigenen inneren Kräfte (goldene Linien in der Mitte). Achsamkeit, da sein.
  3. Gehen- bzw. loslassen, was sich nicht ändern lässt, entweder durch Richtung wechseln oder ins Leere laufen lassen. Die Dinge loszulassen bedeutet nicht, sie loszuwerden. Sie loslassen bedeutet, dass man sie sein lässt. Richtung ändern.
  4. Hilfe holen, ev. sich schützen lassen (dünnere goldene Linien). Stütze suchen.
  5. Entscheiden. Wenn du nicht weisst, wie du dich entscheiden sollst, dann wähle das, was dich lebendiger und glücklicher macht. Sich befreien.

Wie pflege ich meine goldene Mitte?

Damit ich gesund bleibe, einige generelle Anregungen:

Wichtig: Es gibt keine echte Gesundheit ohne soziales und psychisches Wohlbefinden.

Es ist ganz erstaunlich, wie verschieden dieses Bild auf die Menschen wirkt. Die einen reden von den Farben, die anderen von den Windungen, Wellen, Energien.

Gewisse Leute sehen die Spitze als Beginn und dann als Verteilung in verschiedene Richtungen und Längen (wie das Schicksal). Die anderen sehen dabei verschiedene Herkunftslinien, welche sich zu einem Punkt sammeln und gemeinsam die Stärke zeigen. Die einen wiederum sehen die Linie in der Mitte als Störung. Für diese steht offenbar die Umgebung im Vordergrund. Die anderen erkennen die Linie in der Mitte als eigene innere Mitte (z. B. als Plexus solaris), welche von vielen Reizen und Wellen umgeben ist. Diese Linie leistet keinen Widerstand zum Geschehen der Umgebung und bleibt sehr ruhig und bodenständig. Die goldene Mitte steht somit ungestört in ihrem Gleichgewicht. Andere sehen die zwei schmalen goldenen Linien neben der goldenen Mitte als Schutz und «Ängeli».

Es ist sehr interessant, wie jeder dasselbe Bild verschieden interpretiert, je nach inneren Gefühlen, Lebenserfahrung und Wahrnehmung.

Auch die Malerin selber interpretiert das Bild je nach ihrem Befinden und ihrer Stimmung anders.
Es ist wie die Lebensweise selber: Jeder schlägt einen Weg ein oder aus. Dabei gibt es gewisse Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten, aber jedes Individuum ist einzigartig. Es gibt Wege, denen die Mehrheit folgt, andere Wege werden von wenigen gewählt.

Es geht wiederum um das Individuum und um seine Umgebung. Es gibt ständig eine Wechselwirkung zwischen den beiden: Es gibt einen Kampf, um zu überleben, angefangen bei Viren, Bakterien und Pilzen bis zur sozialen Diskriminierung.

Eine Italienerin, welche seit über 40 Jahren in der Schweiz lebt und regelmässig nach Italien in die Ferien reist, erzählte mir, dass die Leute in ihrem Heimatort anders geworden seien. Es gäbe nicht mehr die affektive Haltung, nicht mehr die italienische Wärme. Die Leute seien kalt und egoistischer geworden, sie sei enttäuscht und könne ihren Traum, nach Hause zurückzukehren, nicht mehr realisieren.
Ich fragte mich: Wer und was genau hat sich geändert?
Qual der Wahl: Rückkehr ins Heimatland oder am Wohnort bleiben?

Als man das Bild mit den blauen und goldenen Linien den Leuten weiter zeigte, wurden verschiedenste Wahrnehmungen und Interpretationen geäussert. Wie z.B.

Ganz interessant ist die Aussage einer älteren Patientin, welche seit vielen Jahren unter heftigen Kopfschmerzen leidet und sehr viele und starke Schmerzmittel einnimmt. Sie sieht die goldene Mitte (die vertikale gelbe Linie) als „Blockierung“ oder „Blockade“ von vielen vertikalen blauen Linien, die sie als Schwung wahrnimmt.

Wenn man versucht, die Wellen oder den Schwung zu blockieren, braucht man sehr viel Anstrengung und Mühe und kann das auf Dauer gar nicht durchhalten. Mit der Zeit käme es zu einem grossen Stau vor der gelben Linie.

Wenn es überdies keinen Abfluss gibt und die Wellen somit nicht fliessen können – im übertragenen Sinn: wenn man nicht loslassen kann -, dann wirken sich immer mehr Kräfte auf die goldene Mitte aus. Die goldene Mitte könnte dann umkippen und beschädigt werden. Das kann eben sehr weh tun.

Eine andere Person hat die goldene Linie als Brücke auf dem Wasserstrudel (blaue Linie) interpretiert. Die Brücke sei aber halt- und bodenlos. Die Person selber leidet unter Burn-out und Gleichgewichtstörung. Sie versuche immer wieder Brücken zu bauen, es gelinge jedoch nicht, weil sie vom Schicksal oder der Umwelt immer wieder geschaukelt und wegtransportiert werde.

Eine weitere Person wiederum sieht in diesem Bild die blauen Linien als Tumbler. Die goldenen Linien können die drehende Maschine (Tumbler) nicht stoppen, lediglich, wenn nötig, davor schützen.

Das Bild zeigt für mich auch zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Linien:
Gelb: goldene gerade Linien, Blau: kurvige Linien.
All diese Linien sind auf einem Bild und machen zusammen das Bild aus. Im Moment spiegelt das Bild unsere reale Weltsituation: die ondulierenden, wellenförmigen Linien sind einmal kräftig, einmal schwach, aber sie sind um das geordnete Gelbe herum geschlängelt.

Das Blaue beduetet für viele "Welle, das Wasser, das Tränken".  Um Jemandem zu trinken geben zu können, muss der andere jedoch Durst haben. Man kann leider nicht alle Wüsten grün machen. Man kann die Hunde nicht zum Jagen tragen. Wer sitzen bleiben will, braucht keinen Wegbegleiter. Wer keinen Durst hat, braucht nicht unbedigt ein Glas Wasser. Es gibt Menschen, die keinen Durst haben, die ganz zufrieden sind, mit dem, was sie haben und sind.  Man soll die anderen mit seinen eigenen Bedürftnissen ernst nehmen. Das heisst, hinhören und hinschauen, was der andere wirklich braucht. Das muss nicht unbedigt das sein, was ich für notwendig halte.

Man kann gut in diesem Bild einen Anfang und eine Ende sehen. Um "anfangen" und "loslassen" zu können, muss man sich "entscheiden". Wer sich nicht entscheiden kann, für den wird entschieden. Sich zu entscheiden, das fällt manchmal schwer. Denn wenn ich mich für etwas entscheide, entscheide ich mich zugleich gegen etwas. Trotzdem wenn ich weiterkommen will, muss ich eine Entscheidung treffen.

Gewisse gezwungene von aussen gegebene Entscheidungen können dann zu Polarisierungen (Entweder oder Oder), zu Dysharmonien und Auseinandersetzugnen führen.

Es zeigen sich leider wenig Kräfte, welche das Umgekehrte versuchen, nämlich die Harmonie und das Zusammenkommen zu unterstützen.

Man sollte doch alle diese Linien als eigenständige Wege sehen, welche erst im Zusammenspiel ein ganz farbiges, lebendiges Bild malen, worin sie miteinander harmonisieren und konvergieren.

Man lebt auf dieser Welt zusammen, man kann die Welt nicht einfach halbieren oder trennen.

Das Bild ist ein Ganzes. Wenn man versucht, die einzelnen Elemente herauszuschneiden, geht die Bedeutung bzw. die Existenz des Bildes verloren. Man muss dem bunten, wunderschönen Bild Sorge tragen.

Andere Leute sehen in diesem Bild den sog. "zirkadianer Rhythmus" . Die Erde dreht sich und dreht sich, einem Perpetium Mobile ähnlich, und führt zu einem bestintemten Rhythmus von Tag und Nacht, von Hell und Dunkel, von Yin ung Yang.  Somit zu Rhythmen von Aktivität und Inaktivität, was schlussendlich zu charakteristischen Rhythmen im Stoffwechsel, in Organ- und Zellfunktion führt. Diese Rhythmus bestimmt über "To be or not to be", d.h. über Gesundheit und Krankheit.

So zum Beispiel kann eine Desynchronisation, d.h. eine Missaachtung des zirkadianem Rhythmus, eine kausale pathophysiologische Basis der einigen chronischen Erkrankungen, wie Stoffwechselstörungen (Blutfette, Übergewicht), und Bluthochdruck sein. Deshalb haben sog. "Resynchronisations-Massnahmen" ein wichtiges präventives und therapeutisches Potential.

 

Weiter aus dem Osten:

Wer andere erkennt, ist gelehrt.

Wer sich selbst erkennt, ist weise.

Wer andere besiegt, hat Muskelkraft.

Wer sich selbst besiegt, ist stark.

Wer zufrieden ist, ist reich.

Wer seine Mitte nicht verliert, ist unüberwindlich.

LAO-TSE