Depressionen und Angsstörungen

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    März 28, 2017

    Viele Leute fragen sich nach der Entstehung von Krebserkrankungen und chronischen Krankheiten. Die genaue Ursache von vielen Tumoren oder Krebskrankheiten kennt man bis heute nicht genau. In der Medizin spricht man häufig von Risikofaktoren, welche die Entstehung einer Krankheit favorisieren oder verhindern. Man weiss schon lange, dass die Entstehung einiger Krankheiten und Tumore durch das eigene Verhalten und durch Umweltfaktoren beeinflusst werden kann. Trifft […]

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Entstehung von Tumoren und anderen bedrohliche Krankheiten: Zufall, Umwelt oder Chromosomen?

Viele Leute fragen sich nach der Entstehung von Krebserkrankungen und chronischen Krankheiten.

Die genaue Ursache von vielen Tumoren oder Krebskrankheiten kennt man bis heute nicht genau.

In der Medizin spricht man häufig von Risikofaktoren, welche die Entstehung einer Krankheit favorisieren oder verhindern.

Man weiss schon lange, dass die Entstehung einiger Krankheiten und Tumore durch das eigene Verhalten und durch Umweltfaktoren beeinflusst werden kann.

Trifft Krebs jedoch Menschen mit einem gesunden Lebensstil, die auch keine Vorgeschichte dieser Krankheit in der Familie haben, kommt oft die bohrende Frage: Wieso gerade ich?

Man weiss, dass es auch zufällige Kopierfehler der DNA gibt, wenn die Körperzellen sich teilen und dann durch die unkontrollierte weitere Zellteilung ein Tumor entsteht.

Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen, denn die Auswahl ist gross“ (Bertrand Russell)

Ein Tumor oder ein Krebs charakterisiert sich durch die rücksichtslose Zellvermehrung. Gestützt auf epidemiologische Daten aus der ganzen Welt, haben Forscher errechnet, dass fast zwei Drittel aller Mutationen, die Krebs auslösen, auf Kopierfehler zurückzuführen sind.

Der grosse Wunsch bzw. die Hoffnung auf neuartige Methoden, um Krebs möglichst früh zu erkennen besteht schon lange, und die Medizin forscht weiterhin sehr intensiv auch auf chromosomaler Ebene.

Die Medizin kennt bereits gewisse sog. Tumorfaktoren, welche im Blut bei gewissen Krebserkrankungen für die Frühdiagnostik (z.B. PSA-Wert) und den Verlauf (z.B. Alpha-1-Fetoprotein) der Erkrankungen vom Nutzen sind.

Heute kann man an den sog. Telomeren, den Chromosomenenden, ablesen, wie schnell man altert. Die Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn erhielt 2009 mit ihren zwei Kollegen den Nobelpreis für Medizin für ihre Entdeckungen auf dem Gebiet der Telomerforschung.

Die Telomerlänge ist ein guter Prädiktor für typische Altersleiden wie Herzkrankheiten, Alzheimer oder Diabetes. Telomere sitzen an den Enden von Chromosomen, den Trägern unserer Erbanlagen. Wie Schutzkappen an den Enden von Schuhbändeln halten sie die Stränge zusammen.

Werden Telomere im Laufe des Lebens kürzer, können sie die Chromosomen nicht mehr schützen, die Zellen werden funktionsunfähig und können sich nicht mehr erneuern.

Die Länge der Telomere nimmt mit dem Alter ab. Interessanterweise werden diese ab dem 75. Lebensalter wieder länger.

Zudem beschleunigen ungünstige Umwelteinflüsse ihre Verkürzung. Dazu gehören unter anderem übermässiger Stress, Armut, Diskriminierung oder ein tiefer Bildungsstand. Weiter gibt es eine negative Korrelation mit dem Überkonsum von Zucker, Salz oder Tabak.

Anderseits korreliert die Telomerlänge positiv mit Bewegung und Sport.

„Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern“ (Sebastian Kneipp)

Die wichtigen weltweit bekannten früheren epidemiologischen Studien bezüglich Risikofaktoren für chronische Krankheiten und Sterblichkeit können somit mit den Untersuchungen der Chromosomen zum grossen Teil bestätigt werden.

"Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen" (Marie Curie)

Depressionen und Angsstörungen stellen häufige Begleiterkrankungen bei Krebspartienten dar. Sie verschlechtern nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern wirken sich aus ungünstig auf die Therapieadhärenz und die Überlebungsprognose aus. Um den betroffenen Patienten helfen zu können, ist es zunächst wichtig, sich der psychiatrischen Auswirkungen von Krebserkrankungen bewusst zu werden.

Zudem ist die Korrektur direkter biologischer Einflussfaktoren, beispielsweise der Ausgleich eines Vitamin-B12-Mangels, einer Hypothyreose oder von Elektrolytstörungen wichtig. Auch eine adäquate Schmerztherapie sowie die Optimierung der systemischen und ganzheitlichen Behandlung können die Gemütsverfassung bessern.